Frei vom Sportzwang: Wie du dich wieder mit Freude anstatt mit Druck und Zwang bewegst.
Hast du das Gefühl, dass Bewegung in deinem Leben mit Stress, Druck und Zwang verbunden ist? Dass Tage, an denen du es nicht schaffst, dich zu bewegen in dir enormen Stress auslösen? Dass du dir nicht vorstellen kannst dich einen ganzen Tag mal nicht zu bewegen und trotzdem zu essen?
Ich kenne das.
Früher war Bewegung für mich immer mit Druck und Zwang verbunden. Ich dachte, ich müsse joggen gehen, um Kalorien zu verbrennen, oder ins Fitnessstudio, um bloß nicht zuzunehmen. Bewegung machte mir keinen Spaß, sie war Pflicht. Jeder Lauf, jedes Workout war mit einem Ziel verknüpft: abnehmen, besser aussehen, mehr leisten. Heute weiß ich: Bewegung kann so viel mehr sein – ein Moment, um den eigenen Körper zu spüren, Stress loszulassen und einfach Freude zu erleben. In diesem Artikel möchte ich dir erzählen, wie ich gelernt habe, Bewegung ohne Druck in mein Leben zu integrieren und wie du das auch schaffen kannst.
Mein Weg zu Bewegung ohne Druck
Ja, Bewegung ist wichtig. Doch wenn sie zum Muss wird, besonders, wenn du wie ich früher versuchst damit Schuldgefühle zu kompensieren oder deinen Körper zu kontrollieren, dann kann sie zur absoluten Belastung werden und anstatt Leichtigkeit und Verbindung mit sich selbst den genau gegenteiligen Effekt erzeugen.
Es hat bei mir eine Weile gedauert, aber ich habe irgendwann verstanden, dass Bewegung nichts mit Leistung oder Perfektion zu tun haben muss. Heute mache ich nur noch das, was mir wirklich Spaß macht und mich gut fühlen lässt.
Meine Tipps, wie du Freude an Bewegung findest
1. Hör in dich hinein
Bevor du dich bewegst, halte einen Moment inne und frage dich: Will ich mich gerade wirklich bewegen oder sagt mir mein Kopf, dass ich mich bewegen muss? Spüre, wie du dich fühlst und ob dein Körper wirklich bereit ist sich zu bewegen. Die ersten 6 Monate meines Heilungsweges wollte mein Körper sich absolut nicht bewegen und es gab viele Tage, an denen ich einfach nur am Boden lag (auch wenn ich zunahm), weil mein Körper nach all den Jahren der Essstörung total erschöpft war. Erst langsam fand ich wieder die Kraft mich zu bewegen und zu Beginn war ich auch ganz vorsichtig und machte nichts, was zu anstrengend war.
2. Finde deine eigene Form von Bewegung
Statt dich zu fragen, was du "solltest", frag dich: Welche Art von Bewegung macht mir Spaß? Vielleicht machen dir Joggen und HIIT-Workouts keinen Spaß – und das ist auch völlig okay. Vielleicht gefällt es dir besser einen Spaziergang in der Natur zu machen, zu tanzen, schwimmen, klettern, Gartenarbeit zu machen, Inlineskaten, Hula-Hoopen, Trampolin springen, Fahrrad fahren usw. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten sich zu bewegen und wichtig ist nur, dass es dir Spaß macht. Downloads dir hier ein kostenloses PDF mit Bewegungsideen.
3. Sag Nein zu Regeln
Ich habe aufgehört, mir Regeln zu setzen wie "Ich muss dreimal die Woche Sport machen." Stattdessen lasse ich Bewegung intuitiv in meinen Alltag einfließen. Es gibt Tage, an denen der Körper mehr Ruhe möchte und Tage, an denen er aktiver sein will. Manchmal sind das nur zehn Minuten, manchmal länger – und das ist okay. Du darfst darauf vertrauen, dass dein Körper seinen eigenen Rhythmus findet.
4. Lass Perfektionismus und Vergleichen los
Früher wollte ich immer alles perfekt machen und während des Sports perfekt aussehen. Heute weiß ich: Es ist egal, wie es aussieht. Wichtig ist, wie es sich anfühlt. Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg, sich zu bewegen. Was mir dabei besonders geholfen hat waren 5 Rythms Dance und Ecstatic Dance, wo es nicht darum geht gut auszusehen, sondern so zu tanzen, wie man sich fühlt.
5. Sei im Moment
Wenn du dich bewegst, versuche im Hier und Jetzt zu sein. Spüre deinen Atem, was du fühlst und wie dein Herz schlägt. Fitness Studios waren früher für mich die Hölle, weil ich mich die ganze Zeit mit den anderen Frauen verglich, mittlerweile bleibe ich nur bei mir und es macht mir richtig Spaß.
Was sich verändert
Wenn du anfängst Bewegung ohne Druck in dein Leben zu integrieren, wirst du merken, dass du dich mit der Zeit immer freier, im Einklang mit deinem Körper und vor allem glücklicher mit dir selbst fühlen wirst. Versuche die nächsten Wochen etwas auszuprobieren, das dir Freude macht: Tanze zu deinem Lieblingslied, geh barfuß durch den Park oder probiere eine Bewegungsart aus, die du noch nie gemacht hast. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern einfach mal auszuprobieren, was sich gut anfühlt.
Und wenn du Unterstützung möchtest, um an deinen Bewegungsdrang zu arbeiten und den Weg aus der Essstörung loszugehen, dann klicke hier für ein kostenloses Klarheitsgespräch, in welchem wir herausfinden, wo du gerade stehst und wie ich dich unterstützen kann.
Es ist nicht immer leicht, aber es ists so wert
Bis dahin alles Liebe
Deine Julia